Kopie eines Interviews

von: "Freeman" mit:

"Webster G. Tarply"

 

Vorwort:

 

Hier stelle ich Ihnen ein Interview von 2008,

mit Webster G. Tarply zur Ansicht.

 

Mein Hinweis:

 

Da es sich hier um einen Buchautoren handelt der seine, schon heftige Ansicht zur Amerikanischen Politik in einem Buch veröffentlicht, halte ich hier einen Hinweis     für notwendig:

 

Natürlich kann mir nicht wirklich bekannt sein, in wie weit die Behauptungen von Webster G. Tarply stimmen oder diese gar heute schon zutreffen. Daher distanziere     ich mich ausdrücklich von allen Personenbezogenen Aussagen, die im Interview       zum Ausdruck kommen!

 

Es steht mir nicht zu, derartige Aussagen zu unterstreichen und Menschen   anzugreifen, von dem ich persönlich gar nichts wissen kann.

 

Dennoch, das Handeln von Politikern und das Denken in sogenannten "Macherkreisen der Weltpolitik" kommt hier sehr deutlich zum Ausdruck.

Es wird dem Leser plötzlich verständlich, warum Politiker auch gar nichts anderes  mehr tun können, als ohne Ende zu lügen.

 

Weil das Interview eine deutliche Aussage dazu macht, was "Otto-Normalverbraucher" überhaupt noch tun kann, verweise ich in meiner Internetseite auf dieses Interview!

 

Die reale Sicht der Gefahren, die schon in der Vergangenheit und auch zukünftig  großen Probleme in der Welt und vor der eigenen Haustür ermöglichten helfen dem normalen Bürger bei der Bewältigung seiner kleineren Probleme.

 

Die von uns gewählten Akteure haben in der Weltpolitik nichts anderes zu tun und zu lassen, als was "Otto Normalverbraucher" von Ihnen verlangt. Das einmal wirklich zu verstehen ermöglicht erst, eine für alle Menschen positive Veränderung in dieser Welt.

 

Am Anfang steht aber das bewusste Begreifen der auch im Interview geschilderten Zusammenhänge.

 

Aus diesem Grund verweise ich auf das folgende Interview mit

"Webster G. Tarply" auch mit dem Link zu diesem Original - Interview:

 

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/05/interview-mit-webster-g-tarpley.html

 

Dieses Interview zwei mal zu lesen wird - auch ohne zu zu stimmen - kein Makel!

 

"Ein aufrechter Gang ist gar nichts,

Verglichen mit dem aufrechten Gedanken!"

 

Gerhard Herholz

 

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Interview mit Webster G. Tarpley

Montag, 19. Mai 2008 , von Freeman um 07:41

 

  Webster Griffin Tarpley ist ein bekannter amerikanischer Buchautor, Vortragsredner und Kritiker der US Innen- und Aussenpolitik. Er hat eine Reihe von Aufsehen erregende Bücher geschrieben,  wie George Bush: The Unauthorized Biography 1992 und 9/11 Synthetic Terror: Made in USA 2005. Er vertritt die Meinung, 9/11 war eine Operation unter falscher Flagge. Herr Tarpley spricht übrigens sehr gut Deutsch und hat in Europa gelebt und studiert. Gerade hat er ein neues Buch über Barak Obama fertiggestellt, welches ganz aktuell das unbekannte Wesen Obama erklärt. In folgenden Interview bekommen wir erstaunliche neue Einsichten über den US-Präsidentschaftswahlkampf und was wir möglicherweise zu erwarten haben.

I. Teil
 
Freeman: Sie haben ein neues Buch vor wenigen Wochen veröffentlicht, mit dem Titel:

OBAMA THE POSTMODERN COUP - THE MAKING OF A MANCHURIAN CANDIDATE.

Was können sie uns darüber erzählen, um was geht es darin?

Tarpley:
Ja, auf Deutsch bedeutet der Titel „Obama der postmoderne Staatsstreich – das Erzeugen eines manchurischen Kandidaten“, ein Mensch der durch Gehirnwäsche zu einem „Mordinstrument“ umfunktioniert wird, und genau das ist was wir in den USA jetzt erleben. Wir haben die Kandidatur von Barak Hussein
Obama, ein Mann der aus dem Nichts kam, der eigentlich nichts vertritt, sein Lebenslauf ist ein weisses Blatt, er hat nichts zustande gebracht, und trotzdem schaut es aus, wie wenn er der Präsidentschaftskandidat der Demokraten sein wird.

So was ist in dieser Welt unmöglich, aus dem Nichts zu so einer Position aufzusteigen. Wenn man so ein Phänomen sieht, muss man immer hinter den Kulissen schauen, wer sind die Hintermänner, wer sind die Drahtzieher, wer steckt eigentlich dahinter ... und in diesem Fall können wir sagen, dass Obama eine

Marionette des Finanzkapitals ist, der Trilateralen Kommission, der Bilderberger Gruppe, der Council on

Foreign Relations, und sehr wichtig, der Ford-Foundation und anderen reaktionären Machtzentren. Am deutlichsten sieht man das, durch die Rolle von Zbigniew Kazimierz Brzeziński, der Hauptdrahtzieher und

Guru der ganzen Obama-Kampagne. Daran sieht man auch den Zweck den Obama erfüllen soll.

Freeman: Wow, das ist ja der Hammer was sie gleich am Anfang sagen. Warum wurde Obama als der

Kandidat der wirklichen Macht ausgewählt?

Tarpley:
Es ist so, die Weltherrschaft von London und New York ist in einer grossen Krise. Wir haben den Bankrott des Dollars, eine Hyperinflation, allgemeine Bankenpanik ... wir haben zwei verlorene Kriege ...

und wir haben einen Imperialismus der am zusammenbrechen ist. Die trilateralen Banker haben jetzt entschieden, Obama muss diesen Imperialismus retten und zusammenhalten. Die Idee ist, wenn er an die

Macht kommt, mit ihm eine aktivistische, sehr aggressive Aussenpolitik zu fahren ... VIEL SCHLIMMER als

wir es mit den Neocons erlebt haben. Brzeziński ist davon überzeugt, dass der Nahe Osten nur ein Nebenkriegsschauplatz ist und er strebt eine Konfrontation mit Moskau und Peking an, also mit Russland

und mit China. Brzeziński ist ein Vertreter des polnischen Milchadels und sein ganzes Leben ist getrieben

von diesem unheimlichen Russenhass und er will die Vernichtung Russland mit Obama verwirklichen.

Die meisten Menschen können sich nicht vorstellen, dass es etwas viel schlimmeres gibt als die Neocons.

Für die Neocons ist Israel und der Nahe Osten das Zentrum der Welt und sehr wichtig. Brzeziński

interessiert das nicht, er sagt nein, die Machtzentren der Welt sind Russland und China, wenn wir mit

denen fertig werden, dann haben wir die Weltherrschaft für das nächste Jahrhundert. Das setzt eine

weltweite Strategie voraus und Obamas Aussenpolitik zielt zunächst darauf hinaus, die Chinesen aus Afrika

zu jagen, damit sie kein Erdöl und andere strategische Mineralstoffe von dort beziehen können. Deshalb

auch der Konflikt im Sudan, denn von dort bekommt China schon 7% seines Erdöls.

Als nächstes kommt Pakistan dran. Obama hat in einer Rede von der
Bombardierung Pakistans gesprochen

und er hat es ja sogar jetzt erreicht. Trotz des Widerstandes von Bush, führt die US-Luftwaffe gezielte

Angriffe im Norden von Pakistan durch und tötet damit Pakistaner, ohne Rücksprache mit Musharrafs zu

halten, und das ist ein Sieg für diese neue aggressive Linie von Obama.

Obama sagt auch, wir müssen mit dem Iran reden ... worüber will er reden? Seine Absicht ist, nach dem Plan

von Brzeziński, den Iran umzudrehen und gegen Russland einzusetzen ... und Syrien auch ... er sagt, warum sollen wir diese Länder angreifen ... wir können sie als Marionetten benutzen, als Kamikaze gegen Russland und China.

Das Endziel dieser Strategie von Brzeziński ist, wenn China kein Erdöl mehr aus Afrika und dem Nahen

Osten beziehen kann, wenn alle Verbündeten zerschlagen sind, wie der Sudan, Pakistan oder Burma, und

China von allen Quellen abgeschnitten ist, dann rechnet Brzeziński damit, dass China sich nach Norden

wendet und Sibirien überfällt ... dort gibt es sehr viel Erdöl, aber wenige Russen die es verteidigen. Er will

China gegen Russland ausspielen ... was den III. Weltkrieg bedeuten würde.

Das ist genau die gleich Strategie welche die Engländer mit Hitler eigentlich vorhatten und das Ziel des Münchner-Abkommens war. Das war die Politik der Cliveden-Clique im Salon der Lady Astor mit Neville Chamberlain, daraus resultierte das sogenannte Appeasement, was eine aktive Strategie war um Hitler

gegen Stalin zu helfen, mit der Absicht Deutschland und Russland gegeneinander auszuspielen und damit

los zu werden. Brzeziński denkt als Revanchist genau so, er will China und Russland aufeinander hetzen,

sie sich gegenseitig vernichten lassen und als lachender Dritter übrig bleiben.

Freeman: Was bedeutet das für Europa?

Tarpley:
Es ist so wichtig, dass die Menschen in Europa verstehen, dass Europa auch als Marionette in

dieser wahnsinnigen Strategie von Brzeziński eingesetzt wird. Deshalb der grosse Propagandaaufwand

um Obama in Europa, speziell in Deutschland, populär zu machen. Ich habe gehört, dass in einem

Buchladen in München dutzende Bücher über Obama aufgelegt sind, zur Huldigung und Verehrung von

Obama. Es wird geworben mit Sprüchen wie: „Obama der schwarze Kennedy“ usw.

Ich möchte allen Freunden in Deutschland, in der Schweiz und Österreich dringend empfehlen, man muss

sich mit Obama auseinandersetzen und sehen, er ist kein Friedensengel, im Gegenteil, er ist ein Todesengel. Der bringt den III. Weltkrieg mit seiner Wahl und deshalb muss man sich energisch von ihm distanzieren.

Freeman: Aber sind nicht alle drei verbliebenen Präsidentschaftskandidaten Marionetten der Trilatteral Commission? Wo ist denn da der Unterschied?

Tarpley:
Nein, das ist ein Fehler so zu denken, es gibt Unterschiede. Fangen wir mit Obama an. Die Eigenart
von Obama ist, er besitzt als einziger ein Heer, das wie eine faschistische Bewegung aussieht. Er hat Millionen von schwärmenden jungen Studenten und Arbeitslosen die sehr aktiv sind, aber keine Ahnung von seiner wirklichen Politik haben ... sie erblicken in ihm den Messias, sie reden von einer Utopie und einer Veränderung Amerikas. Sie haben überhaupt keine Ahnung wer Obama wirklich ist, wer hinter ihm steht und die Drähte zieht. Es interessiert sie auch nicht, sie sind geblendet von seinem Charisma.

Dieses Phänomen, dass die junge Generation so aktiv für jemand ist und das Sagen hat, gab es bereits in

den 30ger Jahren in Deutschland. Wir haben das zum Beispiel in der Antrittsrede von Heidegger 1933 als

Rektor der Freiburger Universität gesehen, wo er sagte: "die Entscheidung zu Gunsten des

Nationalsozialismus ist bereits von den jungen Menschen in Deutschland getroffen worden."

Was der Obama hat sind Stosstrupps, sie haben bei den Vorwahlen der Demokraten die Clinton-Wähler

durch Drohungen eingeschüchtert. Das sind Rowdies, die mit Mussolinis Squadristi verglichen werden

können. Es sieht sehr nach einer faschistischen Massenbewegung aus, oder eine die sehr schnell sich zu

so einer entwickeln kann.

Der McCain ist ein Mann der einige Jahre in nordvietnamesischer Kriegsgefangenschaft war und

offensichtlich dadurch nicht ganz da ist. Der hat nicht alle Tassen im Schrank. Er leidet unter Wutanfällen und ist deshalb relativ leicht zu manipulieren. Er hat wohl eine eigene Persönlichkeit, ist aber trotzdem zu 90% eine Marionette der Wall Street Banker. Obama ist 1000% eine Marionette, das ist sicher.

Der wirklich interessante Kandidat ist Hillary Clinton. Hier haben wir zwei Personen, nämlich ihren Ehemann
im Hintergrund, der ja dann mitgewählt wird. Er ist der einzige Präsidentschaftskandidat der Demokraten, der in der Zeit von 1944 bis jetzt, zwei Amtszeiten gewonnen hat. Bill Clinton ist der erfolgreichste Kandidat der Demokraten den es je gab. Und die 90ger Jahre waren hier in den USA eine verhältnismässig gute Zeit, nicht gut nach absoluten Massstab, aber gut im Vergleich zur Hölle die Bush angerichtet hat. Er überlebte den Versucht der Republikaner ihn des Amtes zu entheben, denn er besitzt diese Fähigkeit zu kämpfen. Und seine Frau Hillary hat die gleiche Fähigkeit.

Freeman: War aber nicht Hillary Clinton am Anfang als Favoritin auserkoren?

Tarpley:
Bis zum Anfang des Jahres 2008, war ich auch der Meinung, dass Hillary die Hauptkandidatin von
Wall Street wäre, aber in den ersten Tagen des neuen Jahres war mir dann klar, dass das nicht der Fall ist. Obama ist der Auserwählte und die Wall Street Banken, die Trilateralen, die Bilderberger und ... und ... und haben Frau Clinton verraten und ihre Unterstützung Obama gegeben. Danach wechselten auch die ganzen Medien, die TV-Kommentatoren, die ebenfalls die Clinton’s verraten haben. Ein Dolchstoss der Finanzwelt, der Medien und der eigenen Parteigrössen, wie Gore, Kerry, Kennedy, Perlosi, Dean usw. ... die sind jetzt alle für Obama.

Die Unterstützung für Hillary Clinton kommt jetzt von der Arbeiterklasse ... sie ist auch eine viel stärkere Kandidatin. Obama ist schwach ... er hat nur Siege erzielt, weil die Spielregeln der Demokraten so komisch, verzerrt und unfair sind.

Wenn Obama gewinnt, dann nur Dank seiner aus dem Hintergrund gesteuerten Massenbewegung und dem

Geld der Finanzies aus der Wall Street und den Oligarchen. McCain lebt in seiner Welt der Gefangenschaft, im Hanoi Hilton. Clinton ist eine interessante Karte, weil sie praktisch eine unabhängige Präsidentschaft bedeuten würde. Sie beide, Billary, besitzen sehr viel Widerstandskraft gegen die Finanzelite, gegen die eigentlichen Machthaber. Deshalb ist es ein Fehler zu sagen, sie sind alle gleich. Natürlich ist Clinton keine Heilige und nicht ideal, nur sie bewegt sich in Richtung „New Deal“, was dem Durchschnittsamerikaner eher zu Gute kommen würde.

Im
II. Teil erzählt Tarpley, was die Strategie der Obama-Kampagne ist.

Hier noch etwas interessantes über Barak Obama ... es liegt alles im Blut:
Er soll mindestens sechs US-Präsidenten zu seiner Familie zählen. Darunter auch George W. Bush und

dessen Vater, George Bush, sowie Gerald Ford, Lyndon B. Johnson, Harry S. Truman und James Madison. Ausserdem sei er ein entfernter Cousin des derzeitigen Vizepräsidenten Dick Cheney und des britischen Premierministers Winston Churchill. Ausgegraben hat das die "New England Historic Genealogical Society", die 1845 gegründet wurde und als eine der ältesten genealogischen Organisationen in den USA gilt.



Interview mit Webster G. Tarpley - Teil 2 Mittwoch, 28. Mai 2008 , von Freeman um 15:45

Hier die Fortsetzung des I. Teils meines Interviews mit Webster G. Tarpley

II. Teil

Freeman: Hillary Clinton vertritt mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft?

Tarpley:
Ja, das ist genau das was man machen muss, mehr Gerechtigkeit, die Schere zwischen Arm und

Reich geht immer weiter auseinander. Natürlich ist Obama dagegen, weil seine Drahtzieher mögen das

nicht, und deshalb sage ich, das Potenzial von Hillary Clinton in Richtung „New Deal“, in Richtung von

Franklin D. Roosevelt sich zu entwickeln ist sehr gross und interessant, und es wird jetzt darum gehen,

diesen Staatsstreich von Obama zu stoppen.

Wir haben im Bundesstaat Virginia gesehen, ein typischer der Arbeiterklasse, dort hat Obama mit

41% verloren, gegenüber Hillary. Am kommenden Dienstag gibt es Vorwahlen in Kentucky, auch dort wird

Obama eine verheerende Niederlage erleiden. Und in Oregon, dort ist es sehr interessant, Obama hatte

dort einen grosse Vorsprung, aber jetzt sieht es nach einem Kopf an Kopf Rennen aus. Wenn Clinton in

Oregon gewinnen kann, dann geriet das ganze politische System in Verlegenheit, dann haben wir eine

offene Schlacht, bis in den August würde ich sagen.

Freeman: Wir haben ja die Situation, zum ersten Mal in der Geschichte der USA, stellt sich eine Frau und

auch ein Schwarzer als Kandidat zur Wahl. Sind sie denn der Meinung, das spielt bei den amerikanischen Wähler eine Rolle?

Tarpley:
Das ist eigentlich nicht die wirkliche Frage. Was wir benötigen ist eine Klassenanalyse, ich vertrete
das Klassenbewusstsein laut Platon, wir müssen schauen wo die Oligarchen sind und wie wir sie bekämpfen können. Das ist das grosse Problem in den letzten Jahrzehnten in den USA und auch weltweit. Globalisierung heisst ja die Vormachtstellung der Finanzoligarchie auf der ganzen Welt.

Sehr interessant in den letzten Monaten ist das Aufkommen des Elitismus, das elitäre Selbstbild ist zu einer brennenden politischen Frage in den USA geworden und das ist natürlich Obama, weil er ist ein Oligarch, er
ist elitär, er denkt elitär, redet elitär, er ist ein Snob, er strahlt Snobismus aus, er verachtete die arbeitende Bevölkerung, und das ist vor allem eine Frage des Klassenbewusstseins und er ist eine Marionette des Finanzkapitals und er benimmt sich auch genau so.

Clinton hat sich mehr und mehr zu einer Kandidatin der Arbeiterklasse entwickelt, als Gegenreaktion und natürlich um sich zu retten. Und wir haben jetzt die Situation, dass die Frage der Oligarchie zu einer

politischen Frage geworden ist, und das ist sehr gut, genau das brauchen wir.

Freeman: Was ist die Strategie der Obama-Kampagne?

Tarpley:
Die ganze Obama-Kampagne strahlt Klassenhass aus. David Axelrod, der oberste Berater von

Obama, dann der Wahlkampfmanager David Plouffe, sein Redenschreiber Jon Favreau und die Politstrategin Donna Brazil, sie strahlen alle Klassenhass aus. Sie sagen, diese Arbeiter, die brauchen wir nicht, wir können ohne sie gewinnen. Das ist natürlich nicht wahr, sie können keine Wahlen gewinnen ohne der Arbeiterklasse.

Dann kommt noch der Rassenhass dazu. Die Linie der Obama-Kampagne ist, wer uns angreift, der ist ein Rassist. Das ist der strategische Grundsatz von Obama. Das sieht man an seinem verrückten Prediger Reverend Jeremiah Wright. Dieser Prediger faselt Rassenhass. Er sagt zum Beispiel „God damm America“,

das ist unmöglich. Von mir aus kann man sagen „God damm the CIA“ oder „God damm the Pentagon“ oder

auch „God damm Bush“, das ist ok, aber „God damm America“ bedeutet etwas anderes. Damit sagt man aus, man hasst die eigene Bevölkerung. Es ist deshalb nicht ratsam einen Präsidenten zu haben, der an so etwas glaubt.

Es gibt sehr viele Anzeichen dafür, dass Obama die Botschaft seines Predigers glaubt. Er hat 20 Jahre lang jeden Sonntag in der Kirche gesessen und sich die Hasspredigen von Wright angehört.

Freeman: Hat ihn das ihrer Meinung nach geprägt?

Tarpley:
Ja, das hat ihn ganz sicher geprägt. Das ist seine Mentalität. Und wo her kommt das? Das ist eine interessante Frage. Wir haben da die Ford-Foundation, die Stiftung die von Henry Ford gegründet wurde.

Er war ein grosser Sympathisant des Faschismus, er hat antisemitische Artikel in seiner Zeitung veröffentlicht und sich rassistisch geäussert.

Die Ford-Foundation ist das Hauptzentrum der sozialen Kontrolle in den USA. Das ist die Stiftung die dafür
sorgt, dass die soziale Ordnung so bleibt wie sie ist. Ihre Aufgabe ist es, wenn es Anzeichen dafür gibt, es formiert sich eine Einheitsfront in der Gesellschaft, bestehend aus Schwarzen, Weissen Latinos, Asiaten, Arbeitern, Frauen usw. ... wenn so eine Gefahr der Solidarisierung besteht, gegen Wall Street natürlich, das wäre die einzige Zielscheibe, dann greift die Ford-Stiftung sofort ein und führt eine Zersplitterung, eine Balkanisierung der Bevölkerung durch, um diese zu schwächen.

Was Jeremiah Wright vertritt sind nicht die üblichen christlichen Werte der Nächstenliebe und der Solidarität, sondern er vertritt die Ideologie der Trennung und des Hasses, was direkt aus der Küche der Ford-Foundation kommt, die Idee, dass man Rassenkonflikte herbeiführen muss, um die Massen gegeneinander auszuspielen und damit kontrollieren zu können.

Freeman: Was würde es für die Zukunft bedeuten, wenn Obama gewinnt? Würde er zum Beispiel den

Irakkrieg beenden, damit er Kapazität frei bekommt für was sie vorher gesagt haben, gegen China und

Russland vorgehen zu können?

Tarpley:
Die Strategie von Obama wird sein, keine Aggression gegen den Iran oder gegen Syrien

durchzuführen, sondern gegen Pakistan. Dieses Land muss zerschlagen werden, denn es hat mehr als

doppelt so viel Einwohner wie der Iran und hat Atomwaffen. Ausserdem historisch gesehen ist Pakistan ein enger Verbündeter und Wirtschaftspartner von China.

Genau so muss der Sudan vernichtet werden. Vor einer Woche fand der Versuch eines Staatsstreiches in Khartum statt, ausgehend aus dem Tschad, wo die USA ja das Sagen hat, und offensichtlich hat Brzeziński

seine Hand im Spiel.

Vor allem aber, ganz Afrika wird zum Schlachtfeld USA gegen China. Die neue militärische Zentrale für Afrika,
US Africom, sitzt jetzt in Stuttgart und wird demnächst nach Äthiopien verlagert. Wir haben dann     „Al-Kaida“ oder die „Al-CIAda“ welche im Auftrag der CIA in Tunesien, Algerien, Marokko für Ärger sorgt.  Dann haben wir den versuchten Staatsstreich in Simbabwe gegen Mugabe, den Bürgerkrieg in Kenia ...        wo Obama familiere Stammesverbindungen hat und sein Cousin der Oppositionsführer ist, mit     Beziehungen zu Islamisten. Dann die Destabilisierung des Tschad usw.

Afrika in Flammen!

Die Absicht ist, durch eine Zerstörung Afrikas zu erreichen, dass China keinen Fuss fassen kann und kein

Erdöl und keine sonstigen Rohstoffe von dort beziehen kann. In Afrika läuft ein versteckter Krieg zwischen den USA und China ab.

Freeman: Und in Asien, was geht da ab?

Tarpley:
Asien genau so. Das beste Beispiel ist Burma. Hier redet man von einer Invasion und nicht von Terrorismus. Man redet von Menschenrechten, von humanitären Betrachtungen. Burma ist ganz oben auf

der Liste, und warum? Schon wieder ein Verbündeter von China. Man will China total einkreisen, isolieren und danach zerschlagen.

Der „Aufstand“ in Tibet ist ja genau so von den USA gesteuert. Der Dalai Lama ist meines Erachtens ein Ungeheuer. Er vertritt eine feudale Gesellschaftsordnung, wo es 90% Leibeigene gibt, 5% Sklaven,

3% Mönche und 1% sind Grossgrundbesitzer, denen alles gehört. Ganz oben sitzt der Dalai Lama in

seinem Palast. Das ist widerlich, finde ich. Und das schlimme ist, wie viele Promis aus Hollywood und

zahllose Gutmenschen im Westen diesen Dalai Lama bewundern und unglaublich gut finden, der so eine archaische Unterdrückung vertritt.

Tibet ist eine gefährliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Grossmacht China, die Wasserstoffbomben und Interkontinentalraketen hat. Mit China sich anzulegen steht in keinem Verhältnis zu einem Angriff des Iran. Der Iran kann den USA überhaupt nichts antun, aber mit China sieht die Sache anders aus.

Die Strategie von Brzezinski ist, er möchte einen Staatsstreich in China bewirken, am besten jetzt im

Sommer, unter der Deckung der Olympischen Spiele. Ein neues Tian’anmen-Massaker. Brzeziński arbeitet immer mit diesen kolorierten Bewegungen, wie in der Ukraine die Orange-Revolution, hinter der ja Brzeziński steckt. Das Endspiel ist Russland, um mit Moskau fertig zu werden.

Nur, die Stabilität in Russland ist durch Putin gewährleistet, durch die Machtübergabe an Dmitrij Medwedew,
und die Chinesen und die Russen wissen ganz genau, was der Brzeziński tut, was seine Pläne sind, und die Moskauer Presse ist die beste wenn es darum geht, was macht gerade Brzeziński. Sie schreiben zum Beispiel, Brzeziński versucht zu vertuschen, was für ein wichtiger Drahtzieher er in der Obama-Kampagne ist.

Obama bedeutet den III. Weltkrieg oder wenigstens den Versuch diesen herbeizuführen.

Aber immer auf indirekte Art und Weise. Der Brzeziński sagt nicht, wir müssen die Russen und Chinesen mit einem Präventivschlag vernichten, jedenfalls ist das im Moment nicht ihre Absicht. Er sagt, ich kann China gegen Russland ausspielen, und damit vernichten, und die USA ist dann als lachender Dritter übrig. Nur, der lachende Dritte wird dabei auch vernichtet, so wie die Engländer den II. Weltkrieg auch verloren haben,
nachdem sie versuchten Russland gegen Deutschland auszuspielen.

Freeman: Was hat Obama für eine Wirtschaftspolitik und wie will er aus der Krise kommen?

Tarpley:
Ja wir haben die grosse Weltwirtschaftskrise und den Zusammenbruch des Imperialismus. Obama vertritt da die Politik der Austerität, der Senkung des Lebensstandards, Opfer für die Bevölkerung, mehr

Steuern und Abgaben. Seine Frau Michelle Obama spricht ziemlich offen aus, was er nicht so sagen kann. Michelle Obama benutzt sehr oft das Wort „Sacrifice“ oder Opfer, redet von Blut, Schweiss und Tränen.

Diese erhebliche Einschränkung der Lebensstandards in Amerika wird mit der Demagogie der „globalen Erwärmung“ begründet und gesetzlich verankert. Obama wird die CO2-Steuer einführen, mit der Ausrede,

damit wird der Planet gerettet.

Diese ganzen Gelder werden natürlich nicht in den Umweltschutz fliessen und die Eisbären werden nichts

davon haben, sondern das fliesst in die Taschen der Oligarchen, an Rockefeller, Soros und die vielen

anderen Finanzmagnaten, die hinter Obama stecken und seine Besitzer sind. Das sind die Leute die

wirklich das Sagen haben.

Und selbstverständlich kommt dann noch eine Solidaritätssteuer für die Dritte Welt hinzu. Nur, das sind dann auch zweckentfremdete Mittel, um die Chinesen und die Russen in der Dritten Welt bekämpfen zu können.

Es ist ein Fond zur Wiedereroberung Afrikas im Sinne des Kolonialismus ... und Obama kann diese Politik mit linker Deckung durchführen. Der sagt nicht mehr wie Bush, Krieg dem Terrorismus, er sagt, wir müssen die globale Erwärmung bekämpfen, wir müssen die Armut in Afrika und sonst wo auf der Welt bekämpfen, und alle Linken werden ihm Beifall klatschen. Er macht es auf die weiche Tour, aber das Resultat wird viel schlimmer sein, als was Bush je angerichtet hat.

Freeman: Was können sie den Europäern raten mit diesen Zukunftsaussichten?

Tarpley:
Europa muss eine eigene, von den USA unabhängige, Aussenpolitik entwickeln. Brzeziński darf nicht über Obama an die Macht kommen, man muss das verhindern. Dieser Mensch ist verrückt und unberechenbar. Sogar von Bülow hat damals, wie er mit ihm unter Carter zu tun hatte, gesagt „dieser Hund“. Europa darf nicht eine Figur in diesem grossen Schachspiel sein. Auch wenn es im Moment unrealistisch klingt, aber die Unabhängigkeit des Kosovo muss rückgängig gemacht werden. Damit, und was man mit Serbien machte, hat man Russland sehr verärgert. Genau so darf man das angebliche Raketenschutzschild, was ja tatsächlich

einen Offensivzweck erfüllt und eine Provokation ist, nicht in Polen und Tschechien aufstellen.

 

Diese aggressive Politik gegenüber Russland dient nicht den Interessen Europas.

Europa darf die Provokationen der USA auf der Welt nicht mehr zulassen und muss sich mit Russland und

China zusammentun und eng kooperieren. Hier gibt es sehr grosse gemeinsame Interessen um eine

friedliche Welt zu schaffen, um das aggressive Amerika im Zaum zu halten, das ist die Zukunft.

 

Freeman: Vielen Dank für dieses Interview.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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